Schachnews aus Riehen

Freitag, 7. Januar 2011

Schachfestival Basel 2011

Yannick Pelletier gewinnt das Schachfestival Basel

In der letzten Runde fand der grosse Zusammenschluss an der Spitze statt, weisen doch nicht weniger als 12 (!) Spieler 5 Punkte aus 7 Partien auf. Bei Punktgleichheit wird nach der Summenwertung klassiert. Letztes Jahr stand Yannick Pelletier dem Turniersieg sehr nahe, nur aufgrund eben dieser Summenwertung musste er damals dem argentinischen Grossmeister Pablo Lafuente den ersten Platz überlassen. Diesmal lief es besser für ihn: Alle vier Spitzenpaarungen endeten in der Schlussrunde mit einer Punkteteilung, was zur Folge hat, dass diesmal Yannick Pelletier den Turniersieg davonträgt. Er hatte in den ersten drei Runden alle Partien gewonnen und dadurch den Boden für seine ausgezeichnete Summenwertung gelegt. Zwar hatte der Turnierfavorit Bacrot lange versucht, die Verteidigungsstellung seines Gegners zu knacken, doch sie hielt stand. Sehr erfreulich aus regionaler Sicht ist der vierte Schlussrang von IM Andreas Heimann: Er verlor keine einzige Partie, obschon er gegen fünf Grossmeister anzutreten hatte, einen davon besiegte er gar. Er stellte damit einmal mehr unter Beweis, dass er sich auf dem besten Weg befindet, um in absehbarer Zeit selber Grossmeister zu werden. Die Riehener Bela Toth und Nicolas Grandadam platzierten sich auf den 24., bzw. 25. Rang, was in etwa den Erwartungen entspricht. Nach einer etwas durchzogenen Leistung zu Beginn konnte Nicolas Grandadam in der letzten Runde mit einem schönen Sieg gegen den IM-Stärke aufweisenden Dennis Eschbach das Turnier doch noch zur Zufriedenheit abschliessen.


IM Andreas Heimann (Foto: Juri Weiss)

Das Amateurturnier wurde von Elkhan Bayramov (Aserbeidschan) gewonnen, er konnte in der letzten Runde seine Kollegin Narin Soyunlu überholen. Erfreulich aus Riehener Sicht der hervorragende zweite Platz von Michael Pommerehne, der bei Riehen und bei Brombach spielt. Der mittlerweile fast schon zum Star avancierte, am 2. Januar 2011 soeben 9 Jahre alt gewordene Abdullah Gadimbayli aus Aserbeidschan vermochte mit dem vierten Schlussrang die ihn gesetzten Erwartungen vollumfänglich zu erfüllen. Er trägt den Titel des Weltmeisters der Kategorie U 8, welchen er letztes Jahr errang. Er wird seit einem Jahr von einem Grossmeister trainiert und wird im Jahr 2011 acht bis zehn Turniere spielen. Sein erklärtes Ziel: Jüngster Grossmeister aller Zeiten. Will er dies erreichen, so muss er jünger als Etienne Bacrot sein, welcher als 13-Jähriger dieses Ziel erreichte (zum Vergleich: Bobby Fischer wurde als 14-Jähriger Grossmeister). Der Zufall wollte es, dass eben gerade dieser Etienne Bacrot auch am Basler Schachfestival mitspielte…

Michael Pommerehne (l.) gegen den Weltmeister U 8, Abdullah
Gadimbayli (r.), die Partie endete remis

Seitens der Organisation kann festgehalten werden, dass es erfreulicherweise keine Probleme gab und optimale Rahmenbedingungen vorherrschten. Dies soll denn auch die Basis sein, um im nächsten Jahr (1.-5.1.2012) nochmals zuzulegen, zumindest im quantitativen Bereich wird eine weitere Steigerung angestrebt.

Meisterturnier

Die Schlussrangliste nach 7 Runden: 1, GM Pelletier 2. GM Ovsejevitsch, 3. GM Bacrot 4. IM Heimann, 5.-6. GM Korneev, GM Mirzoev, 7.-8. GM Hamdouchi, GM Abbasov, 9. GM Stojanovic, 10. GM Malakhatko, 11. Scherer, 12. GM Dradzic, alle 5/7. Die Riehener: 24. IM Bela Toth, 25. Nicolas Grandadam, 51. Ruedi Staechelin.

Amateurturnier

Die Schlussrangliste nach 7 Runden: 1. Bayramov 6, 2. Pommerehne (Riehen) 6, 3. Soyunlu 5,5, 4. Gadimbayli 5,5, 5. Rosebrock 5,5, 6. Clerc 5,5, 7. Mammadov 5, 8. Lachausse 5, 9. Andjelkovic 5, 10. Florin 5. Die Riehener: 20. Frank Schambach, 40. Ruth Bohrer, 47. Rudolf Frey,

Bericht: Peter Erismann

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