Schachnews aus Riehen

Montag, 21. Juli 2008

Roland Ekström ist Schweizer Schnellschachmeister

Roland Ekström gewann in Biel die Schweizer Schnellschachmeisterschaft. Herzliche Gratulation!!

Das Schweizer Podium der Schnellschachmeisterschaft
von links: FM Jacques Kolly (2), IM Roland Ekström (Schweizermeister), IM Nedejlko Kelecevic (3)


Schlussrangliste

Rang Name Titel ELO
Land
Punkte
Buchh
SumBuchh
1. Grachev, Boris GM 2640
RUS
7.5
47.0
379.0
2. Ivanisevic, Ivan GM 2664
SRB
7.0
49.0
367.0
3. Smirin, Ilia GM 2637
ISR
7.0
48.5
365.5
4. Kritz, Leonid GM 2610
GER
7.0
47.0
380.0
5. Bauer, Christian GM 2583
FRA
7.0
46.5
372.0
6. Belov, Vladimir GM 2561
RUS
7.0
45.5
364.5
7. Cebalo, Miso GM 2523
CRO
7.0
43.5
343.0
8. Kovacevic, Aleksa GM 2585
SRB
6.5
48.0
349.5
9. Cherniaev, Alexan GM 2431
RUS
6.5
47.5
360.0
10. Mensch, Etienne IM 2327
FRA
6.5
46.5
358.5
11. Ekström, Roland IM 2469
SUI
6.5
45.0
342.0
12. Kolly, Jacques FM 2311
SUI
6.5
41.5
339.0

Freitag, 18. Juli 2008

Schweizer Meistertitel für IM Roland Ekström!

An den Schweizer Einzelmeisterschaften in Samnaun holte sich der 52-jährige IM Roland Ekström (Basel) die Goldmedaille. Die SG Riehen gratuliert Roland ganz herzlich!!

Roland Ekström sicherte sich seinen vierten Titel nach 1988, 1999 und 2001 dank eines 1½:½-Siegs im Stichkampf gegen GM Florian Jenni (Zürich). Das Tie-Break war nötig geworden, weil sich Roland in der Schlussrunde des Herren-Titelturniers gegen WGM/IM Elena Sedina (It) mit einem Remis zufrieden geben musste, derweil Jenni gegen IM Andreas Huss (Lausanne) gewann.

Bronze ging an FM Julien Carron (Bramois). Der frisch gebackene IM hätte mit einem Sieg gegen GM Joe Gallagher (Neuenburg) den Stichkampf gegen Roland Ekström erreicht, weil er dann die bessere Zweitwertung als Florian Jenni aufgewiesen hätte. Doch der junge Walliser remisierte in seiner letzten Partie gegen den Titelverteidiger, der sich mit dem enttäuschenden Rang 6 zufrieden geben musste.

Im Hauptturnier 1 erzielte Ruth Bohrer den 80. Rang mit 3.5 Punkten und Eric Sommerhalder den 89. Rang mit ebenfalls 3.5 Punkten. Nina Deubelbeiss erreichte im Hauptturnier 3 den 61. Rang mit einem Punkt.

Mittwoch, 9. Juli 2008

U-14 Final Bern 2008

An dem diesjährigen U-10/U-12/U-14-Finale trat neben Patrik Grandadam auch der Schreiber dieser bescheidenen Zeilen an. Das Finale wurde in Bern ausgetragen, gut erreichbar von Bahnhof und Jugendherberge (was kein Hindernis für uns war, uns auf dem Weg zu verfahren).
Die Organisation des Turniers wurde ausnahmsweise mal wirklich tadellos ausgeführt. Es wurde von den Organisatoren eine angenehme familiäre Stimmung aufgebaut, so dass selbst ärgster Ehrgeiz der Fairness unterlag und ein Turnier ohne Probleme gespielt wurde.
Aus schachlicher Sicht hat das Turnier gut begonnen! Nach einem Sieg gegen die letzte Startnummer (Kaiwan Nuri/16.) schaffte ich ein Remis gegen den späteren Schweizermeister Alex Lienhard(4.). Es kam noch besser als ich in der dritten Runde Simon Stoeri (6.) besiegte (siehe Partie unten). Doch plötzlich war der Wurm drin: in der vierten Runde baute ich in der Najdorf-Variante mit Weiss eine gute Stellung gegen Alexis Skouvaklis auf (9.) und opferte schliesslich eine Figur für den Angriff. Das Opfer scheint mir ziemlich korrekt, denn hätte ich nach ursprünglichem Plan gespielt, so hätte ich im Angriff gewonnen. Doch ich wählte den falschen Weg und verlor kläglich. In der fünften Runde musste ich gegen Jan Rindlisbacher (2.) spielen. Ich kam schlecht aus der Eröffnung (Schwarz) und musste auf eine Variante zurückgreifen wo Weiss am Schluss deutlich besser steht aber Schwarz eine Figur mehr hat. Glücklicherweise griff mein Gegner fehl und ich konnte die ganze Figur mit aus der Eröffnung nehmen. Doch plötzlich passierte mir ein furchtbarer Fehler, welcher mich einen ganzen Turm kostete. Ich konnte dann nur mit enormem Einsatz und ein wenig Glück das Endspiel ins Remis überschaukeln.
Dann in der sechsten Runde ging es gegen Benedikt Hasenohr (3.) wo ich in der Eröffnung patzte und nach 10 Zügen aufgeben musste. In der letzten Runde musste ich schliesslich noch gegen meinen langjährigen und guten Freund Robin Angst (7.) spielen, wo es nach hartem, spektakulärem und opferreichem Kampf zum Remis führte.
So holte ich mir mit 3 ½ aus 7 den 8. Schlussrang mit der 8. Startnummer. Kein schlechtes Turnier aber auch kein überragendes. Und die Moral der Geschicht`: Die Kondition, entweder man hat sie, oder man hat sie nicht.

Simon Stoeri (1990) – Eric Sommerhalder (1912)
U-14 Finale Bern 2008, 04.07.2008
Drachenvariante [B 76]

1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 g6 6.Le3 Lg7 7.f3 0–0 8.Dd2 Sc6 9.0–0–0 d5 10.exd5 Sxd5 11.Sxc6 bxc6 12.Ld4 Die langweiligste Variante, die Weiss allerdings leichten Vorteil beschert, vor Allem wenn Schwarz, wie in diesem Fall, die Theorie entfallen ist. 12. ..Le6!? Nicht die Hauptvariante, aber anscheinend kein schlechter Zug. 13.Lxg7 Kxg7 14.h4 Db6?! Nach Da5 wäre fast schon Ausgleich erreicht, aber so... 15.Sxd5 cxd5 16.h5 Tab8 17.c3 Th8? Ich dachte, dies wäre notwendig um der Drohung hxg6 und Dh6+ zu entgehen, aber Kg8 wäre besser gewesen. 18.Th4?! f6? Läßt Weiss die verpasste Chance ein zweites Mal, diesmal wird sie auch genutzt. 19.Te1! g5 20.Ta4 a5 Der einzige Zug 21.f4?Der Beginn des Übels. Jetzt bekommt Schwarz Gegenspiel. 21....gxf4 22.Txf4 Kf7?! Nutzt die Möglichkeit anzugreifen nicht aus. 23.Tf2?? Ein böser Fehler, jetzt bekommt Schwarz Angriff. 23....d4 24.c4?! Nach Dxd4 Dxd4 cxd4 Lxa2 hat Schwarz zwar Vorteil, aber Weiss kann noch gut weiterspielen 24...Thc8? Der falsche Turm, jetzt ist die Partie wieder Remis. 25.Dh6 Lf5! 26.g4?? Dies verliert, während Dd2, Te5 und b3 Remis machen. 26....Db4! 27.Tfe2? Macht die Sache nur unnötig einfach für Schwarz. Das schwierig zu sehende Opfer Txe7+ wäre noch die beste Lösung, wonach man vier Bauern für den Turm erhält. Auf Sachen wie Dd2 oder Td1 folgt Txc4+! Mit Gewinn. Doch so geht’s schneller: 27....Dxc4+ 28.Kd1 Dd3+ 29.Td2 Lxg4+ Für die Galerie schöner wäre gewesen Tc1+, Kxc1, Tc8+, Kd1, Tc1+ Kxc1 und Db1+, doch das erschien mir zu frech. 0–1
Eine wirklich nicht fehlerfreie, aber lehrreiche Partie, wo man sieht, dass selbst auf Anfängerniveau eine kleine Ungenauigkeit verheerende Folgen haben kann.
Text und Analyse Eric Sommerhalder

Dienstag, 8. Juli 2008

U10/U12/U14-Final in Bern: Gute Leistungen von Eric Sommerhalder und Patrik Grandadam

Die beiden Riehener Teilnehmer Eric Sommerhalder (U 14) und Patrik Grandadam (U 12) erreichten beide genau den Rang, der auf Grund der Startrangliste erwartet werden konnte. Herzliche Gratulation!

U14
1. Alex Lienhard (Biel/Nr. 4) 5½ aus 7 (2:0-Sieg im Stichkampf). 2. Benedict Hasenohr (Krinau/Nr. 5) 5½. 3. Gabriel Gähwiler (Neftenbach/Nr. 1) 4½. 4. Simon Stoeri (Payerne/Nr. 6) 4 (27). 5. Jan Rindlisbacher (Worb/Nr. 2) 4 (27). 6. Sébastien Muheim (Fr/Schweizer Bürger/Nr. 3) 4 (27). 7. Alexis Skouvaklis (Chêne-Bougeries/Nr. 9) 4 (26). 8. Eric Sommerhalder (Riehen/Nr. 8) 3½ (28½). 9. Robin Angst (Dulliken/Nr. 7) 3½ (26). 10. Primo Viviani (Genève/Nr. 15) 3½ (21).

U12
1. Ivan Retti (Bressaucourt/Nr. 4) 5½ aus 7. 2. Lars Rindlisbacher (Worb/Nr. 2) 5. 3. Patrik Grandadam (Fr/Schweizer Bürger/Nr. 3) 4½ (27½). 4. Noël Studer (Muri BE/Nr. 5) 4½ (25½). 5. Fabian Welch (Wil SG/Nr. 11) 4½ (25½). 6. Nico Georgiadis (Schindellegi/Nr. 1) 4 (28). 7. Ludovic Zaza (Monthey/Nr. 12) 4 (24½). 8. Florian Seitz (Reinach BL/Nr. 7) 3½ (21½). 9. Linus Rösler (Bern/Nr. 15) 3½ (20½). 10. Laura Stoeri (Payerne/Nr. 6) 3½ (20).

Freitag, 4. Juli 2008

Programmers tournament 2008

Schachprogrammturnier in Belgien
Das von Basel angereiste Team (Program = Marguis, Developer = Roland
Marquis
und Operator = Roland Ekström) kam nicht über den erwarteten
letzten Platz hinaus.


Die Gegner waren aber nicht zweitklassig.Resultate

Runde 3: Marquis gegen den 12fachen Weltmeister Schredder. Hier mit Ihren
Developer Roland Marquis und Stefan Meyer-Kahlen.



Partie


Hier kannst du selber gegen Schredder spielen.






Der Turnierlokal.


Hier mehr Photos
(von der Veranstalter Richard Pijl





Der Operator führt die Züge auf dem Brett aus und gibt die des
gegnerischen in den Computer ein.
Es geht locker zu, da die Programme nicht hören können.